Die Mistgabel verbreitet Glück
Die Vier von Mistcapala blasen, zupfen und quetschen in Mittelneufnach alles, was sich Instrument nennt
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Die vier Vollblutmusiker kommen aus Landsberg am Lech, wo die Glücklichsten wohnen. „Schauen Sie auf die Bühne! So sehen glückliche Menschen aus!“, forderten sie das Publikum auf und fragen sich gleich anschließend: „Was machen wir dann eigentlich hier in Mittelneufnach?“ Das lag an der Einladung der Theaterfreunde, die erneut ein Herrenquartett der Spitzenklasse in die Stauden holten. Mistcapala, auf altdeutsch „Mistgabel“, stachen mit Lied und Text in so manch alltägliche Kleingeisterei und nahmen sie auf die Schippe bzw. Zinken, wie den meckernden Hausmeister oder Hundebesitzerin Frau von Basedow: Ihr Hund Pepita „steckt im Husky-Rachen - da kann man nichts mehr machen“. Das Quartett freute sich über so viele Besucher im ausverkauften Gemeindezentrum, „dass mir net so alleine sind“ und besonders über die, die sich getraut haben, in der ersten Reihe zu sitzen. |
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| Einer davon macht regelmäßig Schwierigkeiten – ist doch Europa im Jahr 2012 endlich vereint bis auf die helvetische Grenzstation. „Grüezi miteinand. B(P)asskontrolle“, forderte Tom Hake als Zöllner mit lupenreinem Schweizer Dialekt, sein Blick fiel dabei auf einen fellüberzogenen Dudelsack: „Ziegenkadaver darf man hier nicht einführen.“ So kommt es regelmäßig zu den legendären „Schweizer Grenzkonzerten mit sehr kleinem Orchester“, um den unterfränkischen Dudelsack als Instrument klarzustellen. Ob schwäbisch, hessisch, sächsisch oder österreichisch – auch diese Dialekte beherrschte das Quartett. | |
| Schwabmünchner Allgemeine, 03.04.2012 | |
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