Das Christkind macht Urlaub!

Im diesjährigen Stück „Das Christkind macht Urlaub!“ entführen uns die Nachwuchsschauspieler zu den Wichteln in die Villa des Christkinds, wo die letzten Vorbereitungen für Weihnachten in vollem Gange sind. Die Wichtel haben dieses Jahr besonders viel zu tun, da sich das Christkind in der Vorweihnachtszeit noch einen Urlaub auf Hawaii gönnt. Es wird aber in Kürze zurück erwartet und dann kann die Bescherung hoffentlich losgehen…

Die Theaterjugend bedankt sich ganz herzlich bei allen Besuchern unseres Theaterstückes am Nikolaustag im Gemeindezentrum sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr und dem Obst- und Gartenbauverein für die Einladungen. Es immer etwas Besonderes bei Euren Weihnachtsfeiern unser Theater präsentieren zu dürfen. Vielen Dank!

Begeisternde Premiere von „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“

Temperamentvoll mit zahlreichen Verwechslungen, Missverständnissen und in einem rasenden Tempo präsentierten die Mittelneufnacher Theaterfreunde die englische Komödie „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“ Vorsitzender Gottfried Wenger versprach den Zuschauern vor der Premiere eine Farce vom Feinsten: zwingend ablaufende bürgerliche Katastrophen, extravagante Situationen, sprachlicher Humor inklusive Wortspiele, immer schneller werdendes Tempo und bewusste Absurdität begeisterten das Publikum im vollen Gemeindezentrum. Regisseur Wenger freute sich: „So viele Gäste hatten wir bei einer Premiere-Vorstellung noch nie“.

Das Stück des englischen Autors Ray Cooney entführte in die Londoner Wohnung des Verlegers Philip Markham (Kurt Reiser) und Gattin Joanne (Verena Kneipp). Allein das bunte Bühnenbild stach sofort ins Auge – „Die Anweisung an unsere Gestalter lautete: so schrill wie möglich“, erklärte Wenger. Denn Markhams beschauliches Leben störte zunächst nur der von seiner Gattin engagierte Designer Alistair Spenlow (Robert Happacher).

Dessen skurrile Ideen für die Neugestaltung des Arbeitszimmers bringen den Verleger an den Rand der Verzweiflung. Ebenso wird die heimliche Bitte der befreundeten Verlegersgattin Linda Lodge (Caroline Wenger) an Mrs. Markham, einen Abend für ein Rendezvous mit Walter Pengbourne (Winfried Egger) in die Wohnung zu dürfen, zum Anstoß für unzählige Turbulenzen und Verwechslungen. Wollten doch die Markhams an diesem Abend eigentlich auf den Verlegerball und Linda ihrem untreuen Ehemann Henry Lodge (Martin Zwerger), dem Geschäftspartner Markhams, eines auswischen.

Mit dem flippigen Designer Spenlow hatte Mrs. Malcalm die Absicht, mehr Leben in die Londoner Wohnung zu bringen, was ihr schließlich auch gelingt… Die Schauspieler der Theaterfreunde Mittelneufnach bekamen in ihrer neuen Saison Zuwachs von jungen Talenten, die allesamt ihre teilweise langen und schwierigen Rollen mit Bravour meisterten. Sylvia, das Dienstmädchen der Markhams (Katharina Wenger) beginnt mit einem „Edelzwicker“, der schließlich seine unheilvolle Runde macht, denn auch sie möchte den freien Abend für eine traute Zweisamkeit nutzen. Und schließlich wartet Miss Wilkinson (Melissa Wippel) auf die Verabredung mit Henry Lodge.

Wie kommt es schließlich dazu, dass Designer Spenlow die beiden Verleger Markham und Lodge eines Techtelmechtels verdächtigt? Dass sich Mr. Markham seinerseits wünscht, Spenlow wäre vom anderen Ufer, obwohl sich der Verleger eigentlich nichts anderes wünscht als ein beschauliches Eheleben mit seiner Frau? Wer schrieb den rosa Liebesbrief? Schaffen es die beiden Verleger schlussendlich in den unglaublichen Turbulenzen, den Vertrag mit der Kinderbuchautorin Olive Harriet Smythe (Heidi Happacher) zu unterzeichnen?
(Danke an Andrea Strahl, veröffentlicht in der Schwabmünchner Allgemeinen vom 25.11.2015)

Die Proben für das diesjährige Theaterstück haben begonnen

Mit vollem Elan und großem Probeneifer haben sich die Theaterfreunde an die Vorbereitungen für das diesjährige Theaterstück gemacht. Seit Anfang September wird fleißig gelesen und bereits auf der Bühne geprobt. Schliesslich haben wir uns einiges vorgenommen diese Saison: eine rasante Komödie des Erfolgsautoren Ray Cooney steht auf dem Programm.

Worum geht’s?

Die Markham`s führen ein eher beschauliches Leben als Verleger von Kinderbüchern. Um die Wohnung etwas aufzupeppen haben sie einen „Top Designer“ engagiert. Da nimmt das Drama seinen Lauf, denn dieser hat es nicht nur auf die Einrichtung abgesehen. Der Frauenhelden sind damit schon zwei, denn Markhams Geschäftspartner liebt ein lockeres Leben mehr als Kinderbücher. Seine Frau will sich endlich mal für die permanenten Seitensprünge revanchieren und vereinbart mit ihrer besten Freundin Joanna für ein Schäferstündchen ihre Wohnung nutzen zu dürfen. Doch es kommt immer anders als gedacht, denn die Wohnung wurde auch anderweitig als Liebesnest gebucht, während Markhams auf dem traditionellen Verlegerball weilen. Schlussendlich bringt die berühmte Kinderbuchautorin Miss Smythe, eine ausgeprägte Hundeliebhaberin, das Chaos zum kochen, denn sie braucht dringend einen neuen Verleger für ihre „Wau, Wau“ Bücher.

Premiere

Die Premiere ist am Samstag, 21.11. um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum.

Weitere Probenbilder

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie.

Ferienprogramm 2015 – Wir basteln einen Schmetterling

Am ersten Ferienwochenende gestalteten 19 Kinder aus Mittelneufnach eine wunderschöne „Schmetterlingswiese“ am Dorfbrunnen. Selbstgebastelt von Anfang bis Ende ein toller Anblick!

Die Wahllump’n – Turbulenter Kampf um’s Rathaus von Stöttham

„Du wählst und wählst – und dann bleibt doch alles wieder so wie’s war!“ – Am Ende des viel beklatschten Premierenabends schwingt dann doch ein Hauch von Resignation durch das Mittelneufnacher Gemeindezentrum.

Mit der hintersinnigen Komödie „Die Wahllump’n“ aus der Feder von Erfolgsautor Peter Landstorfer knüpfen die Theaterfreunde nahtlos an ihre Bühnenerfolge der vergangenen Jahre an. Zweieinhalb Stunden lang dreht sich im Rathaus auf der Bühne alles um die bevorstehende Bürgermeisterwahl mit zwei Kandidaten. Ein Schelm, wer da eine Parallele zur jüngsten Mittelneufnacher Kommunalpolitik zieht, die heuer im März ebenfalls ein Duell zweier Bewerberinnen um den Sessel im Rathaus erlebt hatte. Während es im „richtigen“ Wahlkampf der Staudengemeinde fair und bei der Stimmenauszählung absolut korrekt zugegangen ist, läuft der Kampf um’s Rathaus von Stöttham völlig aus dem Ruder. Die Zuschauer wähnen sich im tiefsten Dschungel einer Bananenrepublik und vermissen schmerzlich amtliche Wahlbeobachter von EU und OSZE. Da wird in beiden Lagern geschummelt und intrigiert, was das Zeug hält.

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Jürgen Baur gibt den im Laufe von fünf Amtsperioden träge gewordenen Amtsinhaber Franz-Xaver Irlacher, dem die täglichen Brotzeit- und Entspannungsrituale wichtiger sind als seine Bürgerinnen und Bürger, die er mit ihren Anliegen im Wartezimmer der Kanzlei stundenlang schmoren lässt, ehe sie von seinem Kanzleivorsteher Wimmerl überhaupt angehört werden. Robert Wenger gispelt und stolpert sich in der Paraderolle des pedantisch-schikanösen Provinzbeamten schon nach der ersten Szene in die Herzen des Publikums. Unversehens Bewegung kommt in den behäbigen Tagesablauf der Kanzlei, als sich Neubürger Gustav Stüder (Martin Zwerger) aus dem hohen Norden in Stöttham amtlich anmelden möchte. Über die Trägheit der Arbeitsabläufe und den Umgangston der Verwaltung empört, fordert er Amtsinhaber Irlacher kurzerhand heraus und wirft bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl seinen Hut in den Ring.Vor allem bei den Damen der Gemeinde (Heidi Happacher, Verena Kneipp und Lisa-Maria Jaschek) findet er auf Anhieb Unterstützung für seine Kandidatur. Sie ziehen mit dem Wahlkampfslogan: „Wählt Stüder – und die Gemeinde erblüht wieder!“ durch’s Dorf. Irlacher stellt sich mit Hilfe seiner Frau Gretl (Carolin Wenger) und seinen halbseidenen, ihm treu ergebenen Freunden (Winfried Egger, Matthias Grünwald und Matthias Wenger) dem Duell. Ihr Wahlspruch: „Wia allwei ean!“ Bei einer Wahlkampfveranstaltung im „Goldenen Ochsen“ kommt es zum finalen Showdown … Wie der turbulente Kampf um’s Stötthamer Rathaus letztlich ausgeht und welche gewichtige Rolle dabei Metzgermeister und Feuerwehrkommandant Gsodmayr (Kurt Reiser) spielt, das sei hier noch nicht verraten … (Auszug aus der SZ vom 25.11.2014, vielen Dank an Walter Kleber)

Ferienprogramm 2014 – Theater von 0 auf 100

Unter der professionellen Anleitung von Theaterpädagogin Helga Schuster entwickelten 10 Jungen und Mädchen an zwei Tagen ein völlig neues Theaterstück und brachten es am Sonntag zur Aufführung. Dabei ließen sie sich im Rahmen einer Führung im Theater über Nacht einsperren und entdeckten die Bühne für sich. Dabei rausgekommen ist ein 30-minütiges Stück mit Musik, Improvisation und sogar die Geister von Romeo und Julia haben es in das neue Theaterstück geschafft. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei der Raiffeisenbank Stauden für die Spende von 500 EUR im Rahmen ihres Gewinnsparens, die für das Ferienprogramm verwendet werden konnte. Ebenso danke an die Kuchenbäckerinnen, Betreuer und natürlich an Helga Schuster vom S’ensemble Theater Augsburg für die hervorragende Gestaltung der zwei Tage.

Die G’wandlaus oder: 100 Jahre Gerstlbräu

Ein echtes bayerisches Lustspiel aus der Feder von Peter Landstorfer, das vergnügliche Unterhaltung bietet und etwas hintersinnig reale Situationen des Lebens betrachtet. Theater das Spaß macht für Gäste und Spieler! 

Der honorige Bräu Johann Franz Xaver Gerstlinger ist ein geachteter, sehr beliebter Mann. Nicht nur, dass er die Familientradition mit seiner Gerstl-Brauerei weiterführt, er ist auch politisch tätig und genießt als Abgeordneter allerseits hohes Ansehen.
Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Gerstl-Brauerei müssen vorbereitet werden. Alles scheint nach Plan zu verlaufen bis plötzlich der bisher unbekannte Verwandte Veitl Fuchshauser auftaucht und eine Familienchronik auftischt.
Fuchshauser ist gar nicht so harmlos und unbedarft wie er zunächst scheint, denn er deckt mehr und mehr dunkle Seiten in der Vergangenheit der Familie des Bräu auf. Der Ehrenmann beginnt zu wanken, doch wird er auch fallen…..?

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Hände hoch oder ich niese! Krimikomödie der Jugendtheatergruppe im April 2013

Mittelneufnach. Im Gemeindezentrum Mittelneufnach werden mehrere Verbrechen verübt. Es handelt sich bei den Straftaten um verschiedene Delikte.
Folgende Straftaten werden behandelt:

  • Vandalismus auf öffentlichen Plätzen.
  • Vortäuschen einer Straftat
  • unterlassene Hilfeleistung
  • Doppelte vorsätzliche Körperverletzung
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses
  • Beleidigung hoher Staatsbediensteter
  • Wegelagerei
  • schwerer Handtaschendiebstahl in Verbindung mit Sachbeschädigung

Auf weitere weniger gravierende Tatbestände wird hier nicht näher eingegangen.

Für sachdienliche Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen wird eine Belohnung in Aussicht gestellt.

Für ausreichende Verpflegung am Ort des Verbrechens ist gesorgt.

händehoch

Premierenbericht der Schwabmünchner Allgemeine:
Das Jugendtheater in Mittelneufnach ist bereits zum vierten Mal aktiv: Im Gemeindezentrum werden am Sonntag, 21. April, und am Samstag, 27. April, mehrere Verbrechen verübt. Doch natürlich: alles nur Theater.

Es geht um eine vermeintlich gestohlene Krokodillederhandtasche, gestohlenen Schmuck und dringend benötigte Taschentücher. Das Stück „Hände hoch oder ich niese“ von Alexa Thiesmeyer ist eine herrliche Kriminalkomödie mit Gaunereien, Verwechslungen, falschen Verdächtigungen, Vorurteilen, einem Hauch von Romantik und einem überraschenden Ende.

 

Unter der Regie von Heidi Happacher und Kurt Reiser proben seit Januar fünfzehn Jugendliche, sie basteln an den Kulissen und gestalten die Requisiten. Dabei ermitteln sie in alle Richtungen: Zu den Verdächtigen zählen nicht nur Gauner und Landstreicher, auch vor Ordensträgern macht die Kriminalpolizei bei ihren Ermittlungen nicht halt. Die Theaterfreunde Mittelneufnach informieren, dass der Einlass zur Tatortbesichtigung jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellungen gewährt wird und der Zutritt zum Tatort gebührenfrei ist. Für Verpflegung ist wie immer bestens gesorgt: Am Samstag gibt es eine Brotzeit, am Sonntag Kaffee und Kuchen. Und: Die Beteiligung an der Aufklärung ist sowohl für Kinder als auch für findige Erwachsene bestens geeignet. (stran)

Die Kriminalkomödie des Mittelneufnacher Jugendtheaters wird im Gemeindezentrum aufgeführt am Sonntag, 21. April, um 15 Uhr, am Samstag, 27. April, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Die verrückte Dorfolympiade: Ferienprogramm 2012

olympiade2012
21 mutige Kinder und Jugendliche fanden sich am Samstag, 11.08.2012 am Sportgelände in Mittelneufnach ein um an der ersten Dorfolympiade teilzunehmen. Die Theaterjugend hatte den Tag perfekt organisiert und einiges an Kreativitität gezeigt bei der Erfindung der einzelnen  Wettkämpfe. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so konnte es also losgehen mit den verschiedenen Disziplinen:
  • Bockstechen
  • Rasen – Staubsauger
  • Hindernislauf
  • Kirschkernweitspucken
  • Fußballgolf
  • Enten-Angeln
  • Apfel – Fischen
  • Kuhmelken
  • Gummistiefel – Weitwerfen
  • Wasspistolen – Zielschießen
Die Teilnehmerwertung entschied Stefan Haider mit 465 für sich, gefolgt von Stefanie Schorer mit 455 Punkten und Simon Fuchs (425) und Lukas Schorer auf dem gemeinsamen vierten Platz mit David Wieser mit jeweils 420 Punkten.
Auch die Organisatoren der Theaterjugend ließen es sich nicht nehmen ihre erdachten Spiele selbst auszuprobieren. Hier setzte sich Miriam Happacher (465) vor Rebecca Zwerger (445), Kathi Wenger (445) und Simon Schmitt (430) durch.
Motiviert durch den großen Spaß der Kinder gingen auch die Erwachsenen noch an den Start und absolvierten den „Vielkampf“ mit hohem Spaßfaktor in einer Seniorenrunde. Die Ergebniss bleiben jedoch aus Diskretionsgründen unveröffentlicht.
Mit dem gemeinsamen „Wassertransport mit Schwamm“ und der folgenden Siegerehrung ging ein rundum gelungener  Samstag gegen 16.30Uhr zu Ende. Alle Teilnehmer und Organisatoren waren sich einig den Wettbewerb im nächsten Jahr zu wiederholen.
Vielen Dank an alle Helfer auf und neben dem Platz und ganz großes Kompliment an die Theaterjugend für die reibungslose Organisation.

Lizzy Aumeier

Obwohl Mittelneufnach nach einem Sprachfehler klinge und in ihrer Karte nur als Gebüsch eingezeichnet sei, fand Lizzy Aumeier von der Oberpfalz in die Stauden. Organisationsleiter Karl Scheid von den Theaterfreunden freute sich über den Andrang im ausverkauften Gemeindezentrum und erklärte den ungewöhnlichen Beginn von 19.59 Uhr: „Das ist die Gedenkminute für diejenigen, die keine Karte mehr bekommen haben“.

Selbstbewusst nimmt Lizzy Aumeier von der ersten Minute an in ihrer Fülle die ganze Bühne ein– „für mehr Kulisse wäre gar kein Platz“. Dass sie selbst im Programm „Männerträume“ der größte Traum aller Männer in diesem Saal ist, daran lässt sie keinen Zweifel: Männer brauchen etwas, wo sie hinlangen können. Und sie hat Mitleid: „Ist die Hungerblondine neben dir deine Frau?“ Dabei kommt Lizzy Aumeier den ganzen Abend mit zwei Badekappen als Requisiten aus: Mit diesen versucht sie ihr vorgeschriebenes Pensum an Sport zu erfüllen, nachdem sie auf ihrem Hometrainer nur so viel Kalorien verbraucht, wie ein gut gekühltes Bier Energie kostet, um auf Körpertemperatur erwärmt zu werden. „Mit dem Spezi hier nimmst du nie ab, du brauchst ein Bier“, ist ihr Ratschlag an eine Frau im Publikum.

„Integrativ“ und „interkulturell“ wurde ihr Programm durch Tatjana Shapiro aus der Ukraine, die sie durch den ganzen Abend temperamentvoll auf dem Keybord begleitete – wie bei ihrem „Volkslied mit Imigrationseinschlag“, einem Gesang mit Bauchtanz. So konnte in Mittelneufnach auch deutsch, englisch und russisch mit Live-Übersetzung und spontanem „Feedback“ (Essen zurück) erlebt werden.

In ihrem leichten „Aufreißerkleid“ rückte Lizzy Aumeier gewisse Dinge an ihren Platz (Frau muss nicht traurig sein: ab einem gewissen Alter spart sie sich die Knieschoner) und schielt auf Daniel am vorderen Tisch: „Ich bin nicht so verheiratet, wie du denkst“.

Schließlich ist sie sich ja sicher, nie in den Himmel zu kommen: „Mein Körper passt nicht durchs Ozonloch. Obwohl – die Zeit arbeitet für mich“.

Lizzy Aumeier verschwindet nicht vollkommen hinter ihrer Rolle. Als sie von ihrem schweren Autounfall erzählt und die Spuren an ihrem Bein zeigt, ist sie authentisch – nicht ohne darauf einen derben Witz folgen zu lassen. Tanzend und singend zeigt sie selbstbewusst ihre Fülle, bis sie sich schließlich für Boris aus dem Publikum als ihrem Traumprinzen entscheidet: Er muss mit ihr die berühmte Szene aus „Titanic“ nachstellen.

Zum Schluss zeigte Lizzy Aumeier Manieren und bedankte sich artig bei „Karli“, der „das Ganze hier eingefädelt hat.“ „Blumen sind nicht das Richtige“, entschied sich Karl Scheid und überreichte den beiden Damen des Abends zwei Flaschen Hochprozentiges aus den Stauden.

Schwabmünchner Allgemeine, 22.11.2011